Landesverband Bayern

Festschrift

undefinedFestschrift zum 60. Jubiläum des Paritätischen in Bayern

Zeitzeichen

Hier gehts zum undefinedOnline-Geschichtsbuch des Paritätischen Gesamtverbands.

Anwalt und Vorbild für sozial gerechtes Handeln

Der Paritätische in Bayern blickt auf eine wechselvolle, die gesellschaftlichen Entwicklungen spiegelnde Geschichte zurück. Begonnen hat diese Geschichte im Jahr 1922 mit Luise Kiesselbach, deren Botschaft heute ebenso aktuell ist wie vor mehr als 80 Jahren:

Luise Kiesselbach - Gründerin des Paritätischen in Bayern

 

 

 

"Pionierarbeit leisten,
der Arbeit Niveau geben, auch dem Ärmsten kein Menschenrecht versagen!"

 

 

 

Unter diesem Motto errichtete Luise Kiesselbach mit dem Verein für Fraueninteressen, dem Hauptverband bayerischer Frauenvereine und dem Stadtbund Münchner Frauenverbände die Grundlagen für den Paritätischen Wohlfahrtsverband, der im Oktober 1924 in München gegründet wurde. 1934 wurde der Verband aufgelöst und die Einrichtungen der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt zugeschlagen.

Die Vorbereitungen für die Wiederbegründung, die dann am 30. Juli 1948 erfolgte, begannen sofort nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Nach der Diktatur und der teilweise schwierigen Rolle und Funktion zahlreicher Verbände in dieser Zeit waren das Nachkriegselend, die Flüchtlinge und die obdachlosen Kinder große Herausforderungen.

In den folgenden Jahrzehnten - insbesondere ab den 1960er Jahren - wuchs die Zahl der Mitglieder stürmisch an. Aus der Aufgabenstellung der jeweils neuen Mitgliedsorganisationen lässt sich der aktuell gegebene Hilfs- und Unterstützungsbedarf in der Gesellschaft ablesen. Zweifelsfrei war der Paritätische von seinem Selbstverständnis her offen für die neuen sozialen Bewegungen und deren Anliegen.

So stehen Kinder-, Mütter- und Altenheime für die 50er Jahre, Altenclubs und "Essen auf Rädern" prägen als Neugründungen die 60er. In den 70er Jahren stechen "Nachbarschaftshilfen" und Suchthilfeeinrichtungen aus der Vielzahl der neuen Mitglieder hervor.

Die zweite Frauenbewegung manifestierte sich mit ihren feministischen Begehren ab Ende der 70er Jahre. Zahlreiche Gruppen und Einrichtungen wie Frauennotrufe, Frauenhäuser, Mädchenprojekte schlossen sich dem Paritätischen an.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden mit einer Satzungsreform und mit betrieblichen Umstrukturierungen die erforderlichen Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erhalt und die fachliche Weiterentwicklung des Paritätischen in Bayern geleistet.

Im Jahr 2008 feierte der Verband das 60. Jubiläum seiner Wiederbegründung. Aus diesem Anlass wurde erstmals der Luise Kiesselbach Preis an langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Mitgliedsorganisationen sowie an besonders innovative Mitgliedsorganisationen vergeben.

Nähere Angaben zu den Geehrten sowie ausführliche Informationen über die Geschichte des Paritätischen in Bayern sind in der Festschrift zum 60-jährigen Bestehen des Wohlfahrtsverbands dargestellt.