Landesverband Bayern

Angaben zum Projekt

FreiwilligenAgentur Regensburg
Bezirksverband des Paritätischen Niederbayern/Oberpfalz e.V.

Ursula Bablok
Tel. 0941-599 388 620
undefinedfreiwilligenAgentur-regensburg(at)paritaet-bayern.de


Landshuter Str. 19
93047 Regensburg
undefinedwww.niederbayern-oberpfalz.paritaet-bayern.de

Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft
Konto 7817803
BLZ 70020500


IBAN DE72700205000007817803
BIC BFSWDE33MUE
Verwendungszweck: Youngagement

YOUNGAGEMENT: Regensburger Schüler engagieren sich.

„Ich bin mir sicher, dass mir diese Erfahrung in meiner Zukunft viel bringen wird.“ © Kim K., 9d

Youngagement, das Regensburger Projekt für Schülerinnen und Schülern aller Schularten, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, gibt es seit nunmehr zehn Jahren. Ins Leben gerufen hat es die FreiwilligenAgentur des Paritätischen in Regensburg gemeinsam mit dem Stadtjugendring. Ursula Bablok, Leiterin der FreiwilligenAgentur, und Stefanie Schmid, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings, leiten das Projekt gemeinsam. Sie koordinieren und betreuen – mit Unterstützung von rund 40 freiwilligen MitarbeiterInnen – den Einsatz der aktuell über 80 Schülerinnen und Schüler aus sieben verschiedenen Schulen, die Youngagement als Wahlfach oder Projektgruppe an ihrer Schule gewählt haben.

Engagement als Wahlfach

Im Rahmen dieses Wahlfachs verpflichten sich die Jugendlichen, ein Jahr lang regelmäßig in einer gemeinnützigen Einrichtung oder einem Verein mindestens 50 Stunden mitzuarbeiten. Im Durchschnitt verbringen die Schülerinnen und Schüler sogar zwei Schulstunden pro Woche in der freiwillig gewählten Einrichtung. Angesichts der schulischen Verpflichtungen der 8.- und 9.-Klässer ist dieses Engagement keine Selbstverständlichkeit. Ihre Teilnahme wird im Zeugnis vermerkt und mit einem Zertifikat belohnt.

Die weitaus größere Motivation allerdings ist der Dank und die Anerkennung der Betreuten in den 55 Einsatzstellen. Und das gute Gefühl, etwas Wertvolles für die Gesellschaft geleistet zu haben: in KiTas, Kinderhorten, Seniorenheimen, Sportvereinen oder der Stadtbücherei und vielen mehr. Bei Youngagement lernen die Jugendlichen, sich für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Sie sammeln Erfahrungen, üben Toleranz und bauen Vorurteile ab. Und sie erfahren Bestätigung in Bereichen, die in der Schule nicht vermittelt werden können.

Engagement braucht Begleitung

Hinter dem reibungslosen Ablauf dieses Engagements steckt viel Arbeit des Y-Teams. Es entwickelt Arbeitsunterlagen und das Einsatzstellenheft für YOUNGAGEMENT, veranstaltet Treffen, organisiert Fortbildungen, sucht und betreut die Einsatzstellen und die ehrenamtlichen MentorInnen, die wiederum die Jugendlichen vor Ort begleiten und unterstützen.

Die Resonanz ist von allen Seiten positiv. „Die Berichte der Jugendlichen sind oftmals beeindruckend“, berichtet Ursula Bablok von der FreiwilligenAgentur. „Von Sinngebung, von Freude am Helfen, von Erfahrungen, die für die Berufswahl wichtig sind, wird hier gesprochen.“ Und die Rückmeldungen der Lehrkräfte verzeichnen ein wachsendes Interesse der Schüler.

Unterstützung für die Engagierten

Deshalb versuchen die Initiatorinnen auch, das erfolgreiche Projekt weiter auszubauen und finanziell abzusichern. Eine Y-MentorIn erhält 30 Euro als kleine Aufwandsentschädigung für Fahrt- und Telefonkosten. Mit 50 Euro können das Einsatzstellenheft mit den genauen Beschreibungen der Aufgaben sowie der Kalender zum Dokumentieren der geleisteten Stunden und ein Zertifikat für jeweils drei Jugendliche finanziert werden. Die Förderung einer Y-SchülerIn kostet alles in allem rund 500 Euro. 2015 werden für 14 Plätze noch Spenden gebraucht.

Ausgezeichnet

2008 wurde Youngagement mit dem Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet. Schirmherr des Projekts ist Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, in Nachfolge von Bürgermeister Gerhard Weber, der Youngagement von 2005 bis 2014 begleitete.

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Youngagement live

Leyla B., 9c Judenstein-Realschule, in einer Stadtteilbücherei:

Y hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir gezeigt, wie das Berufsleben sein kann. Ich habe in der Bücherei gearbeitet und dabei gelernt, wie ich mir die Zeit einteilen muss, wenn ich jeden Mittwoch arbeiten muss.

Sarah K., Otto-Schwerdt-Mittelschule, im Trachtenverein:

Ich finde es dort echt toll. Mir bringt Y sehr viel, denn ich werde selbstbewusster und kann auch sehr viele Erfahrungen sammeln. Immer wenn ich dort hinfahre, freu ich mich immer wieder aufs Neue. Mein Job ist es, meiner Ansprechpartnerin Marina zu helfen, wenn die Kinder Tänze tanzen und einüben, sie zu unterstützen. Die Kinder sind zwischen drei und zehn Jahren ….

Clarissa M., 9b, im Hort:

Ich habe im Kinderhort mitgeholfen und mir hat Youngagement sehr viel gebracht, da ich vorher kaum Erfahrung im Umgang mit Kindern hatte. Außerdem hat es mir geholfen herauszufinden, ob der Beruf der Erzieherin zu mir passt oder nicht und ob ich ihn später vielleicht machen möchte.

Ardita R., 8c Städt. Von-Müller-Gymnasium in Hort:

Meiner Meinung nach sollten noch viel mehr Schüler/innen die Gelegenheit zur Teilnahme an diesem Projekt nutzen, weil man so viel dazulernt. Ich habe eine Menge über fremde Kulturen erfahren, da es in meiner Einsatzstelle viele Kinder mit Migrationshintergrund gab ….

Kim K., 9d Judenstein-Realschule in einem Kinderhort:

Mir bereitet Y jede Woche wieder eine große Freude und ich habe die Kinder auch schon ins Herz geschlossen. Auch sie haben mich von Anfang an herzlich aufgenommen und umarmen mich immer, wenn ich komme. Das Y-Jahr ist wie im Flug vergangen und ich bin mir sicher, dass mir diese Erfahrung in meiner Zukunft viel bringen wird.

*Name geändert


Weitere Informationen
http://freiwilligenagentur-regensburg.de/die-freiwilligenagentur-regensburg/

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