Anna-Maria Rufer

Goldene Ehrennadel

Das Private ist politisch, davon ist Anna-Maria Rufer überzeugt. Seit den 1970er Jahren engagiert sie sich politisch für Frauenrechte und die Frauenbewegung. Und sie wird nicht müde: „Da brauche ich nur die Zeitung aufzuschlagen, um neuen Zunder zu kriegen“, sagt AnnaMaria Rufer. Ein Herzstück ihres vielfältigen ehrenamtlichen Engagements ist der Verein pro familia Bayern, für den sie die Beratungsstelle in Nürnberg mitinitiiert und aufgebaut hat.

Aufgewachsen als fünftes von fünf Geschwistern war das Thema „Gerechtigkeit“ für Anna-Maria Rufer früh gesetzt. Sie studierte Sozialpädagogik und begann, sich politisch in Frankfurt, später dann in Nürnberg in der Frauenbewegung und der Frauenbildung zu engagieren. Mit einem Frauentag hat sie die Vorlage für das „Nürnberger Frauenbündnis“ geliefert. Für ihr Engagement wurde Anna-Maria Rufer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Es habe ihr immer Spaß gemacht, ein Teil der feministischen Bewegung zu sein. Auch noch heute im Ruhestand. „Obwohl ,Stand‘ das völlig falsche Wort ist“, lacht Anna-Maria Rufer. Durch ihr Netzwerk öffnet sie immer noch Türen für Projekte in Nürnberg.

Ein Herzstück ihres ehrenamtlichen Engagements ist pro familia: 1981 hat sie die Beratungsstelle in Nürnberg mitinitiiert und aufgebaut. Heute ist sie Landesvorsitzende von pro familia Bayern und auch auf Bundesebene vielfältig engagiert. Aktuell sieht sie in Angeboten für geflüchtete Frauen neue Aufgaben. Eine große Herausforderung sei die Gewinnung von Freiwilligen, besonders für ein politisches Amt auf Bayernebene.

Jungen Menschen, die ein passendes Engagement suchen, empfiehlt Anna-Maria Rufer zu überlegen, wo die eigenen Interessen sind. „Macht es, engagiert Euch. Es bringt Euch was. Und wenn es gut ist für den Beruf, umso besser“, sagt sie. Gerade im freiwilligen Engagement lernt man Organisieren,  hat ein Team, das ohne Druck arbeiten kann, und insgesamt ein wunderbares Übungsfeld.