Neugierig auf Menschen

Silberne Ehrennadel

Live-Musik, Tischdeko und selbstgemachte Mokkasahnetorte: „Das muss schon sein“, sagt Brigitte Geyh. Seit 15 Jahren schmeißt sie zusammen mit ihren zwei Schwestern und drei Freundinnen das Tanzcafé des Landshuter Netzwerks.  „Und die habe ich alle für das Tanzcafé zusammengetrommelt“, meint sie stolz.

Sie habe einfach Freude am Leben, sagt Brigitte Geyh. Das glaubt man der agilen Landshuterin aufs Wort: Jeden Morgen um 7 Uhr geht sie gemeinsam mit Freundinnen schwimmen. Für das Landshuter Netzwerk koordinierte sie nicht nur den Besuchsdienst im Altenheim, sondern besucht auch selbst regelmäßig ältere Damen im Heim. Dazu kommt das Tanzcafé im Seniorenzentrum. Achtmal im Jahr wird es veranstaltet. Vor ein paar Wochen fand das 100. Tanzcafé statt. Das wurde natürlich groß gefeiert.

Mit dem Landshuter Netzwerk verbindet Brigitte Geyh eine über 20jährige Zusammenarbeit. Sie schätzt die vorhandene Infrastruktur im Landshuter Netzwerk und die Unterstützung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Eine andere große Stütze für ihr Engagement sei ihr Mann. „Ohne meinen Mann ginge ja gleich gar nichts. Er unterstützt mein Engagement und freut sich mit mir“, sagt sie. Mit 50 Jahren hat Brigitte Geyh angefangen, sich zu engagieren. Und ist bis heute ihrem Ehrenamt treu geblieben.

Anderen Menschen etwas zurückgeben

Warum sie sich überhaupt engagiert? Ihr selbst gehe es gut, sagt Brigitte Geyh. Deshalb möchte sie anderen Menschen gerne etwas zurückgeben. „Und ich tu halt nicht nach Afrika spenden, sondern gebe meine Zeit.“ Diese Art von Engagement gebe ihr selbst am meisten Freude und Kraft. Aber es gibt auch noch andere Gründe: „Wissen Sie, ich bin neugierig auf Menschen. Inzwischen könnte ich einen Roman schreiben“, sagt sie schmunzelnd. Ganz abgesehen davon, dass Tanzen einfach guttut und gesund ist. Und: Es bringt Leben in die Bude! Nichts könnte besser zu Brigitte Geyh passen.

Landshuter Netzwerk e.V.

Das Landshuter Netzwerk erbringt soziale Dienstleistungen in der Region Landshut/Dingolfing. Der Name des Netzwerks ist Programm: Eine optimale Versorgung und Betreuung vor Ort wird durch eine Vernetzung verschiedener Angebote im Gemeindepsychiatrischen Verbund mit Psychiatern, Sozialpsychiatrischen Diensten, Betreuern, Wohnheimen, Angehörigen, Angehörigengruppen, Fachpublikum aller Berufe im psychiatrischen Umfeld, Behörden wie Agentur für Arbeit, Sozialamt, Deutsche Rentenversicherung, Versorgungsamt, Krankenkassen, Justiz etc. gewährleistet.