Frieda Winkelmann

Goldene Ehrennadel

„Mit Menschen verbunden sein“ – das ist das Schönste für Frieda Winkelmann an ihrem ehrenamtlichen Engagement. Ihre Ehrenamtskarriere startete sie klassisch im Rettungsdienst und als Schwesternhelferin. Als sie über Kontakte erfährt, dass die Multiple-Sklerose Gesellschaft in der Region Unterstützung braucht, beschließt Frieda Winkelmann, sich zu engagieren.

„Andere gehen Angeln oder Fußballspielen“, sagt Frieda Winkelmann. Sie engagiere sich für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. So einfach ist das. Seit 1981 engagiert sich Frieda Winkelmann in der von ihr mit Unterstützung der Deutschen Multiple-Sklerose Gesellschaft aufgebauten Selbsthilfegruppe. Und sie genießt das Vertrauen der Gruppe: „Was ich mir auch überlege – es wird dankbar auf- und angenommen.“

Gleich zu Beginn der Gruppenaktivitäten galt es, das größte Problem von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im ländlichen Raum zu lösen: Wie kommt man von A nach B? Frieda Winkelmann hat dafür Kooperationen mit den Maltesern, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und dem Roten Kreuz aufgebaut, die ihre Busse zur Verfügung gestellt haben. Darüber hinaus wird für einzelne Aktivitäten mit anderen Selbsthilfegruppen und dem Behindertenclub vor Ort kooperiert.

Die Gruppe ist über die Jahre zusammengewachsen, regelrecht „eingeschworen“. Parallel dazu sind Angebote für jüngere Betroffene entstanden, zum Beispiel ein Stammtisch.

Wichtig sei es, die eigenen Ressourcen und Grenzen zu akzeptieren und auch mal abschalten zu können.  Dabei helfen ihr neben einem guten Buch auch der Austausch im Helferteam oder mit anderen Gruppenleitungen, sagt Frieda Winkelmann. Aber am liebsten fühlt sich Frieda Winkelmann mit anderen Menschen verbunden.