Karl-Heinz Stupka

Goldene Ehrennadel

Karl-Heinz Stupka erkrankte als junger Familienvater an Diabetes. „Die Zeit damals war mit viel Angst belastet“, sagt er rückblickend. Hilfe und Halt fand er durch sein Engagement beim Diabetiker Bund. Heute gibt es Spezialambulanzen und Hilfsangebote im Internet. Jungen Menschen wünscht Karl-Heinz Stupka, dass sie trotzdem erfahren können, wieviel der persönliche Kontakt zwischen betroffenen Menschen bewegen und bewirken kann.

An die Anzeige in der Weidener Zeitung kann sich Karl-Heinz Stupka noch heute – über 30 Jahre später – genau erinnern: Über 50 Personen interessierten sich für die Gründung einer Diabetes-Selbsthilfegruppe. „Das war der Durchbruch“, sagt Karl-Heinz Stupka. „Auf einmal begegnete man Menschen mit derselben Krankheit, konnte Erfahrungen besprechen, sich beruhigen, sich erfrischen – und beginnen, das Leben wieder zu genießen.“

Wer eine neue Selbsthilfegruppe gründen will, sollte nicht zu introvertiert sein, sagt Karl-Heinz Stupka. Man muss neugierig bleiben und bereit sein, Wissen weiterzugeben. Ihm selbst habe dabei sein berufliches Know-how im Vertrieb, in der Organisation und im Innendienst geholfen, meint Karl-Heinz Stupka. „Man darf aber auch nicht das ganz eigene  ,Wesen‘ der Selbsthilfe unterschätzen, um sich engagieren zu können“, schiebt er hinterher.

Heute ist es für Menschen mit Diabetes viel einfacher, sich zu informieren und medizinische Versorgung zu finden. Den persönlichen Kontakt und Austausch mit anderen Betroffenen findet KarlHeinz Stupka aber weiterhin wichtig: „Wie gehen andere mit ihrer Krankheit um, was hilft ihnen, welche Tipps können sie geben? Es ist wichtig, sich selbst zu informieren und selbst über den Umgang mit der eigenen Krankheit zu bestimmen.“

Von der Politik wünscht sich Karl-Heinz Stupka mehr Verbraucherschutz: Lebensmittel sollten einfach erkennbar gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit einer Ampel für Diabetiker.