Maria Yeddes

Goldene Ehrennadel

Warum eigentlich Grünes S.O.f.A? „Grün ist die Hoffnung. Grün ist der Sommer. Und es entspannt einfach, gemeinsam auf dem Sofa zu sitzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger“, sagt Maria Yeddes. Die Geschäftsführerin bringt ihre eigene Geschichte als alleinerziehende Mutter mit. Der Verein versteht sich als Ersatzfamilie und unabhängige Beratungsstelle für Ein-Eltern-Familien.

„Jeder einzelne Mensch muss gesehen werden, nicht nur die Statistik“, sagt Maria Yeddes. Das Grüne S.O.f.A. ist so ein Ort, an dem jeder Mensch gesehen wird: Seit 1995 gibt es zum Beispiel mittwochs den sogenannten offenen Treff als festen Ort und regelmäßigen Anlaufpunkt. „Uns geht es darum, ein Zugehörigkeitsgefühl in unserem Treff herzustellen, weil die Herkunftsfamilie nicht da ist. Wir verstehen uns als eine Art Ersatzfamilie, die sich gemeinsam an den gedeckten Tisch setzt“, beschreibt Maria Yeddes die Arbeit des Vereins.

Immer wieder kommen neue Frauen, Männer und Kinder in den Treff. Auch Frauen mit Behinderungen oder besonderen Belastungen. Die Gruppe ist also immer in Bewegung und im Aufbau. Neben der Integration der „Neuen“ ist auch die laufende Vereinsarbeit zu leisten: Öffentlichkeitsarbeit, Gremienarbeit, Büroarbeit, die Referentenrecherche und vieles mehr. Im Ehrenamt beim Grünen S.O.f.A. sind alle alleinerziehend. „Hut ab vor allen, die sich auch nur gewisse Zeit im Verein engagieren“, sagt Maria Yeddes anerkennend.

Der Verein ist gut vernetzt und arbeitet mit anderen Organisationen zusammen, zum Beispiel mit der FAMV Fachstelle für Alleinerziehende Mütter und Väter und dem Integrationsbeirat. Eine interessante Kooperation besteht aktuell mit Flechtwerk e.V., ebenfalls eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen in Bayern: Flechtwerk nutzt die Infrastruktur des Vereins für das Besuchsprogramm für getrennt lebende Eltern „Mein Papa kommt“.