retex

Ehrenplakette

„Wir brauchen dringend Arbeitsprozesse, die so gestaltet sind, dass wieder mehr Menschen ,mithalten können‘“, sagt retex. Die Arbeitsverdichtung trage einen enormen Anteil daran, dass viele Menschen es nicht mehr schaffen und Organisationen wie retex brauchen. Insgesamt stehen immer weniger Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen zur Verfügung: Die Ausgleichsabgabe mache es der Wirtschaft viel zu einfach.

Der Verein retex – Regensburger Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen für psychisch kranke und behinderte Menschen wurde 1985 von engagierten Bürgern und Bürgerinnen gegründet. Er ist Träger von Einrichtungen zur gesellschaftlichen Eingliederung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die Einrichtung ist eine der ältesten Rehabilitationseinrichtungen dieser Art in Bayern.

Ziel des Vereins ist die Schaffung niederschwelliger Arbeitsangebote und sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Branchen. „Die Bedarfe sind groß“, sagt retex. „Die Leute kommen aus dem Arbeitsprozess, der sie zum Teil auch krank gemacht hat. Sie wollen deshalb auch nicht so schnell wieder zurück. Es braucht Puffer, Zeiträume und Freiräume für Möglichkeiten, anders zu arbeiten. Ausschlaggebend für die Erkrankung sind oft die Verdichtung in Arbeitsprozessen oder das Scheitern von anderen Maßnahmen.“ Im Bereich „bildung & beratung“ gibt retex Wissen zum Thema „Anleiten und Führen von psychisch beeinträchtigten Menschen“ an Führungskräfte, Berater und Vermittler weiter.

Und wie sieht es mit dem ehrenamtlichen Engagement bei retex aus? retex bildet Ex-In Mitarbeiter aus: Betroffene unterstützen Betroffene gegen Aufwandsentschädigung. Das weitere betriebliche Engagement ist politisch geprägt: Der Werkstattrat engagiert sich stark, die Tagesstätte hat einen hohen Selbstverwaltungsgrad und es werden regelmäßig Politikerinnen und Politiker zu Gesprächen eingeladen.