Uta Maaß

Goldene Ehrennadel

Uta Maaß gehört zu den ehrenamtlich Engagierten der ersten Stunde der Initiative krebskranke Kinder e.V.: Sie war gleich dem ersten Aufruf 1979 für Ehrenamtliche gefolgt. Gut kann sie sich noch an die Widerstände erinnern, die die Initiative zu überwinden hatte: Denn damals war es noch nicht selbstverständlich, dass Ehrenamtliche von außen in den Klinikalltag kommen, um mitzuhelfen.

Uta Maaß engagierte sich seit über 40 Jahren im Krankenhausbesuchsdienst. Wer ihr zuhört, kann eine Reise in die Geschichte des Krankenhauswesens der letzten Jahrzehnte machen: In der langen Zeit ihres Engagements hat Uta Maaß so einige Veränderungen auf der Station miterlebt und mitgetragen. Was heute selbstverständlich ist – zum Beispiel der Stellenwert der psychosozialen Begleitung der erkrankten Kinder, ihrer Geschwister und der Eltern oder die Möglichkeit für Eltern, während Krankenhausaufenthalten der Kinder mit anwesend zu sein – all das war in der Anfangszeit des Besuchsdienstes nicht so.

Uta Maaß erinnert sich gerne an ihre Besuche bei den Kindern: regelmäßig, zweimal wöchentlich, immer nach Feierabend. Der Trubel des Tages ist vorbei und die nachdenkliche Zeit im Krankenbett beginnt. Stille kehrt ein. Manchmal zu viel Stille und zu viel Angst. Gerade diese Zeit hat Uta Maaß an unzähligen Kinderbetten mit Leben gefüllt. Den Eltern war sie Begleitung auf dem schweren Weg: Mit ihrer positiven Lebenseinstellung wurde sie zu einer großen seelischen Stütze.

Uta Maaß bringt das mit, was in vielen Kliniken am meisten fehlt: Zeit. Für Gespräche mit Ärzten ist oft zu wenig Zeit und die Eltern benötigen oft mehr Unterstützung, als es die Ärzte geben können. Ihren Besuchsdienst hat Uta Maaß deshalb auch immer als Entlastung für die Eltern verstanden. Zu vielen Eltern und Kindern bestehen noch heute enge Verbindungen.