Die Jugendämter und insbesondere deren Allgemeine Sozialdienste (ASD) stehen in ganz Deutschland großen und vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Die Fallzahlen und Kosten der Hilfen zur Erziehung steigen weiter an, sodass die Kinder- und Jugendhilfe immer mehr unter Rechtfertigungsdruck gerät. Gleichermaßen haben die multiplen gesellschaftlichen Krisen Auswirkungen auf die aufwachsende Generation von jungen Menschen. Hinzu kommt der aktuelle Platzmangel in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Gleichzeitig sind sowohl die Kinder- und Jugendhilfe als auch relevante benachbarte Systeme im Kinderschutz wie Schule und Gesundheitswesen vom Fachkräftemangel sowie vom allgemeinen Druck zur Kostenreduktion gleichermaßen betroffen. In der Praxis sieht sich die Kinder- und Jugendhilfe häufig als „Ausfallbürge“ für benachbarte Systeme und steht vor der Aufgabe, die eigene Rolle klar zu definieren und sich nicht für alle Probleme zuständig fühlen zu müssen.
Die Fachveranstaltung möchte Best-Practice-Modelle und Empfehlungen für gelingende Kooperationen zwischen Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen vorstellen, die Lösungsansätze für die Praxis bieten, bzw. fragen, wie Kommunen integrierte Bildungs-, Schutz- und Teilhabeinfrastrukturen entwickeln können?
Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Leitungskräfte aus der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Fach- und Lehrkräfte aus Schule und Gesundheitswesen, Verbände, Ministerien etc.
Den Link zur Onlineanmeldung sowie zum Veranstaltungsprogramm finden Sie unter der untenstehenden Webseite.