Mit Kunst gegen Gewalt an Frauen – Aufruhr des Schweigens

30.09.2021 Presse, Fachbereich Frauen / Familie / Geschlechterpolitik, Frauen und Mädchen

Mit Kunst gegen Gewalt an Frauen – Aufruhr des Schweigens

Diskriminierung und Gewalt in unterschiedlichen Formen gehört auch in Deutschland zur alltäglichen Erfahrung von Frauen. Jede dritte bis vierte Frau ist davon betroffen. Trotzdem findet diese Lebensrealität noch immer nicht die notwendige gesellschaftliche Beachtung. Hier setzt die Schweizer Künstlerin Franziska Greber mit ihrem internationalen Kunstprojekt WOMEN IN THE DARK an. Sie macht das Schicksal der Frauen unübersehbar. Mit rotem Stift schreiben betroffene Frauen ihre Lebensgeschichten auf weiße Blusen und die Künstlerin erschafft daraus raumgreifende Installationen.

Als Kooperationspartner hat der Paritätische in Bayern und die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen, BIG e.V., über 100 Organisationen aus zwölf Bundesländern zur Teilnahme motiviert. Über diesen Weg konnten 690 betroffene Frauen ermutigt werden, ihre Sicht und ihre eigenen Botschaften auf weiße Blusen zu schreiben. Entstanden sind 690 eindrucksvolle Zeugnisse von Gewalt und Diskriminierung betroffener Frauen.

„Uns ist wichtig, dass die alltägliche Diskriminierung und Gewalt an Frauen sichtbar wird. Die Künstlerin Franziska Greber geht dabei gemeinsam mit betroffenen Frauen und unseren Mitgliedsorganisationen neue Wege. Deshalb haben wir uns sofort entschieden das Kunstprojekt zu unterstützen,“ so Margit Berndl, Vorständin des Paritätischen in Bayern.

Dass dieser Weg auch aus der Sicht betroffener Frauen bedeutsam ist, zeigt exemplarisch die Erfahrung des Frauenhauses in Kempten:

„Für das Beschreiben der Blusen haben wir kleine Gruppen aus ehemaligen und aktuell bei uns lebenden Frauen gebildet, um den Frauen einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Für sie war es nicht nur bedeutsam mit ihren Geschichten in den Austausch zu kommen, sondern auch durch die Teilnahme an dem Kunstprojekt allen zu zeigen, wie viele Frauen von Gewalt betroffen sind und dadurch auch endlich in der Öffentlichkeit gehört zu werden. Bei der Gestaltung der Blusen wurde ihnen wieder bewusst, wie viel Mut es sie gekostet hat und wie sehr es sich gelohnt hat, sich aus der Gewaltsituation herauszutrauen.“

Zu sehen und zu hören sind die Installationen des Kunstprojektes

WOMEN IN THE DARK - aufruhr des schweigens im
DENKRAUM DEUTSCHLAND feminin – die soziale
und politische Kraft des Weiblichen in Kunst und Gesellschaft

2. bis 10. Oktober 2021 | Pinakothek der Moderne | München
Eröffnung | 2. Oktober 2021 um 15.00 Uhr

Öffnungszeiten | täglich außer Montag 12 – 18 Uhr | Donnerstag bis 20 Uhr
Eintritt frei ausschließlich mit Freikarte über München Ticket.

Aufruhr des Schweigens – Aufruhr des Schweigens (aufruhr-des-schweigens.org

Denkraum Deutschland 2021 - Pinakothek der Moderne (pinakothek-der-moderne.de

Ansprechpartnerin: Antje Krüger | 0174 3173781

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