Paritätischer schlägt sozial-ökologisches Lernjahr für Schüler*innen vor

28.08.2020 Presse, Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement, Fachbereich Kinder und Jugend / Bildung, Bildung, Kinder und Jugend, Zivilgesellschaft und Demokratie

Paritätischer schlägt sozial-ökologisches Lernjahr für Schüler*innen vor

Mit dem Vorschlag eines sozial-ökologischen Lernjahres für Schülerinnen und Schüler bringt der Paritätische Wohlfahrtsverband neuen Schwung in die Debatte um einen gesellschaftlichen Pflichtdienst, der insbesondere in der Union einige Anhänger*innen hat. Während der Paritätische, unter dessen Dach über 10.000 Organisationen sozialer Arbeit organisiert sind, einen allgemeinen sozialen Pflichtdienst nach Abschluss der Schule nach wie vor als unzumutbaren und mit dem Grundgesetz unvereinbaren Eingriff in die Lebensplanung junger Menschen ablehnt, gibt es große Sympathien für ein obligatorisches sozial-ökologisches Lernjahr während der Schulzeit. Heute hat der Vorstand des Paritätischen Gesamtverbandes einen entsprechenden Initiativantrag verabschiedet, der nun in die verbandliche Debatte eingebracht und in einem konkreten Konzept münden soll.

„Im Zuge der stetigen Diskussionen um die Frage, was eine Gesellschaft zusammenhält, hat die Einführung eines sozial-ökologischen Lernjahres großen Charme. Ein solches sozial-ökologisches Lernjahr, integriert in die schulische Ausbildung, könnte junge Menschen dabei unterstützen, schon frühzeitig ein Bewusstsein für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln“, so Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands.

Ziel müsse es sein, dass Schülerinnen und Schüler sich nicht nur frühzeitig aktiv mit gesellschaftlichen Problemfeldern auseinandersetzen und dafür sensibilisieren, sondern dass sie auch jungen Menschen aus anderen Schulformen und Lebenswelten begegnen. „Es ist wertvoll, wenn junge Menschen bereits vor Einstieg in Berufsausbildung oder Studium Erfahrungen außerhalb des Klassenverbundes beispielsweise in sozialen Einrichtungen sammeln und dadurch vielleicht sogar eine berufliche Perspektive für sich entdecken. Wenn Schülerinnen und Schüler durch eigenes Erleben Lernerfahrungen im gemeinschaftlichen Engagement sammeln, profitieren die jungen Menschen und unsere Gesellschaft gleichermaßen“, so Rosenbrock.

Da im Rahmen der Schulpflicht junge Menschen ohnehin der Obhut des Staates unterstellt sind, sieht der Verband hier auch anders als beim Pflichtdienst nach Schulabschluss keine verfassungsrechtlichen Bedenken. „Schule sollte im Interesse der jungen Menschen immer mehr sein als nur ein Ort der theoretischen Grundlagenbildung. Es geht in dieser Lebensphase ganz wesentlich auch um Herzensbildung und die Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben als Mitglied dieser Gesellschaft. Ein sozial-ökologisches Lernjahr könnte den Lehrplan in diesem Sinne praxisnah und ganz konkret bereichern.“ Details eines Konzeptes sollen nun im weiteren verbandlichen Beratungsprozess konkretisiert werden. Denkbar wäre u.a. auch eine Hybridform, beispielsweise ein langfristiges den Schulunterricht flankierendes Pflichtpraktikum.

Gwendolyn Stilling

Pressesprecherin
Leiterin
Presse, Redaktion, Kampagnen

Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-305
Telefax: 030 24636-110
Mail: pr@paritaet.org

Presse, Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement, Fachbereich Kinder und Jugend / Bildung, Bildung, Kinder und Jugend, Zivilgesellschaft und Demokratie
Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Foto von Susann Engert

Susann Engert

Charles-de-Gaulle-Straße 4
81737 München

Tel.: 089 | 30611 - 137
Fax: 089 | 30611 - 111
Mobil: 0176 10220724

susann.engert(at)paritaet-bayern.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Alix Veh

Alix Veh

Charles-de-Gaulle-Straße 4
81737 München

Tel.: 089 | 30611 - 146
Fax: 089 | 30611 - 111
Mobil: 0173 | 9826192

alix.veh(at)paritaet-bayern.de