Unterbringung und Versorgung Geflüchteter

24.03.2022 Presse, Fachbereich Frauen / Geschlechterpolitik / LGBTIQ, Fachbereich Kinder und Jugend / Bildung, Fachbereich Menschen mit Behinderung, Fachbereich Migration, Frauen und Mädchen, Kinder und Jugend, Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, Migration und Flucht, Ukraine

Unterbringung und Versorgung Geflüchteter

Paritätischer in Bayern fordert pragmatische, unbürokratische Lösungen

Vor allem Frauen und Kinder flüchten aus der Ukraine. Daneben werden auch viele Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung vor dem Krieg in Sicherheit gebracht. „Mitgliedsorganisationen des Paritätischen erreichen Anfragen, Menschen mit Pflegebedarf oder ganze Gruppen aus Einrichtungen für Menschen mit Behinderung unterzubringen“, berichtet Margit Berndl, Vorständin des Paritätischen in Bayern. Einige Einrichtungen haben bereits Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen.

Im Moment geht es darum, den vielen Geflüchteten ein Dach über dem Kopf zu bieten. Dabei ist klar, dass niemand mit Rollstuhl in einer nicht barrierefreien Turnhalle untergebracht werden kann. „Aber auch für alle anderen und besonders für die vielen Kinder darf die Turnhalle nur eine kurze Notlösung sein“, so Berndl.

Unbürokratische, pragmatische Lösungen

Einrichtungen in allen Bereichen der sozialen Arbeit bereiten sich darauf vor, ihr Angebot für Geflüchtete aus der Ukraine auszubauen. „Wir brauchen in der aktuellen Krisensituation vor allem pragmatische, unbürokratische Lösungen und eine gute Koordination, um die Unterbringung, Betreuung und Versorgung der Menschen sicherzustellen“, fordert Berndl. – Zum Beispiel, wenn eine Einrichtung für Kinder mit Behinderung Geflüchtete versorgt und dabei den vorgeschriebenen Personalschlüssel nicht einhalten kann, oder wenn Kitas geflüchtete Kinder aufnehmen, obwohl alle geförderten Plätze bereits belegt sind.

„Dafür muss die Übernahme der Kosten sichergestellt werden. Und die Einrichtungen brauchen Rechtssicherheit bspw. zu Haftungsfragen, wenn sie sich kurzfristig bereit erklären, Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf aufzunehmen“, fordert Berndl. Die Verantwortung für die Kostenübernahme dürfe nicht zwischen den politischen Ebenen hin und her geschoben werden. Notwendig ist eine schnelle Entscheidung.

Dringender Ausbau der Flüchtlings- und Integrationsberatung

Die Geflüchteten brauchen so schnell wie möglich einen geregelten Alltag und Perspektiven, wie es für sie weitergeht. Hier beraten Flüchtlings- und Integrationsberatungsstellen sowie Migrationsdienste. „Diese Beratungsdienste spielen eine Schlüsselrolle bei der Integration Geflüchteter. Sie waren aber bereits vor der Ankunft der Geflüchteten aus der Ukraine komplett ausgelastet. Deshalb begrüßen wir den angekündigten Ausbau der Flüchtlings- und Integrationsberatung durch den Freistaat Bayern“, so Berndl.

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