Integration am Ende?
Integration am Ende?
Integration am Ende?
Initiative für Ausbildungserlaubnisse für (junge) Geflüchtete

Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die Integration junger Geflüchteter

Shaban (Name geändert) ist 18 Jahre alt und aus Afghanistan. Shaban hat in zwei Jahren einen Mittelschulabschluss erworben und zahlreiche Praktika mit Erfolg absolviert. Er spricht hervorragend Deutsch, ist geschätztes Mitglied in einem Sportverein und engagiert sich ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz. Shaban hat einen Ausbildungsplatz als Bäcker gefunden – ein Beruf, bei dem der für die nächsten Jahre prognostizierte Fachkräftemangel bereits jetzt deutlich spürbar ist. Die Zentrale Ausländerbehörde Mittelfranken hat Shaban jedoch die Aufnahme der Ausbildungserlaubnis untersagt. Begründung hierfür ist der fehlende Identitätsnachweis sowie die angeblich schlechte Bleibeperspektive.

Integrationsarbeit wird sinnlos gemacht

Junge Geflüchtete, ausgestattet mit Schulabschlüssen und Ausbildungsverträgen, treffen auf eine große Anzahl offener Lehrstellen in Mittelfranken. Das Problem?: Viele erhalten keine Genehmigung der zuständigen Ausländerbehörde und konnten am 1. September ihre Ausbildung nicht beginnen! Als Begründung für die Ablehnungen wird durch die kommunalen und zentralen Ausländerbehörden häufig die fehlende Identitätsklärung der jungen Menschen angeführt.

Ausgrenzung und zusätzliche Kosten statt Integration

Den jungen Geflüchteten wird die Integration in die deutsche Gesellschaft damit massiv erschwert. In den letzten zwei Jahren wurden Bildungsangebote geschaffen und junge, unbegleitete Flüchtlinge in Jugendhilfeeinrichtungen auf ein gesundes und stabiles Lebensfundament gestellt. Viele mittelständische Unternehmen haben jungen Geflüchteten Praktika ermöglicht und Auszubildende gefunden, die sie jetzt einstellen möchten. Es wurden seitens der öffentlichen Hand und privater Initiativen Investitionen und Anstrengungen getätigt. Ziel dieser Ausgaben sollte u.a. eine Vermittlung in Ausbildung sein. Allerdings werden, wenn die jetzige Ablehnungspraxis weitergeführt wird, weitere Kosten produziert, da die jungen Menschen dann Sozialleistungen beziehen müssen, anstatt selbst in die Sozialkassen einzahlen zu können.

Unterstützen Sie die Petition

Wir wollen nicht, dass die vielerorts hervorragend durchgeführte Integrationsarbeit der letzten Jahre ad absurdum geführt wird. Wir fordern für junge Menschen eine Zukunft in Würde. Wir wollen, dass engagierte Betriebe Fachkräfte ausbilden können. Wir wollen keine Gelder verschwenden.

Die Initiative für Ausbildungserlaubnisse für (junge) Geflüchtete fordert Politik und verantwortliche Behörden auf, den gegebenen Ermessensspielraum bei der Vergabe der Ausbildungserlaubnisse und Ausbildungsduldungen zugunsten der Geflüchteten zu nutzen und Ausbildungen zu genehmigen.

Jetzt die Petition auf openPetition unterschreiben: https://www.openpetition.de/petition/online/unterstuetze-mit-deiner-stimme-die-initiative-fuer-ausbildungserlaubnisse-fuer-junge-gefluechtete

 

Der Paritätische in Mittelfranken und fünf seiner Mitgliedsorganisationen (Verein für sozialpädagogische Jugendbetreuung e.V., MUDRA - Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V., Jugendhilfen Sprungbrett e.V., Wohngemeinschaft für Flüchtlingskinder Nürnberg e.V., SOS-Kinderdorf Nürnberg Kinder-, Jugend- und Berufshilfe) sind Mitinitiatoren der Initiative und der Petition.

Kontakt

Initiative für Ausbildungserlaubnisse für (junge) Geflüchtete

Christian Kuhn
Einrichtungsleitung UMF

Verein für sozialpädagogische Jugendbetreuung e.V.

Pestalozzistr. 21

90429 Nürnberg

0911 81 00 96 56 oder 81 01 06 10
christian.kuhn(at)vsj.de
www.vsj.de