Fachinformation
24.03.2020 Fachbereich Frauen / Familie, Fachbereich Kinder und Jugend / Bildung, Fachbereich Menschen mit Behinderung, Fachbereich Migration, Familie, Gesundheit, Kinder und Jugend, Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, Migration und Flucht

Coronavirus - Aktualisierte Handlungsempfehlungen für die Kinder- und Jugendhilfe

Das Bayerische Sozialministerium hat seine Handlungsempfehlungen für die Kinder- und Jugendhilfe am 20. März aktualisiert

Aufgabe der Kommunen ist die Leistungen in der Jugendhilfe aufrechtzuerhalten. Die Sicherstellung des Kindeswohls obliegt in erster Linie den Einrichtungsträgern in Abstimmung mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. Infektionsschutz steuert das staatliche Gesundheitsamt vor Ort. Ansprechpartner für alle Fragen zum Schutz von jungen Menschen in Einrichtungen sind die Regierungen als betriebserlaubniserteilende Behörden. 

Arbeitsschutz- und Arbeitszeitgesetz

  • „ Arbeitnehmer dürfen täglich über […] zehn Stunden hinaus und an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.
  • […] Soweit erforderlich, darf die Gesamtdauer der Ruhepausen auf Kurzpausen von angemessener Dauer aufgeteilt werden.
  • Die Ruhezeit darf um bis zu zwei Stunden verkürzt werden.

Auf den Internetseiten des Bayerischen Sozialministeriums finden Sie die jeweils von den Regierungen erlassenen o. g. Ausnahmebewilligungen nach § 15 Abs. 2 Arbeitszeitgesetz.

Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, entsprechende Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu ergreifen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch Instituts und auf den Internetseiten des Landesamts für Gesundheitsschutz und Lebensmittelsicherheit.

Handlungsempfehlung für Heimaufsichten

Statt der schriftlichen Erklärung der Eltern reicht jetzt eine schriftliche Erklärung des Jugendamts, mit der Erklärung, dass Ausnahme vom Betreuungsverbot notwendig ist, um das Kindeswohl sicherzustellen.

Notfallbetreuung

„Das Erziehungspersonal aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe kann […] Notbetreuungen in Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege, HPTs und Schulen in Anspruch nehmen.“

Stationäre Kinder- und Jugendhilfe

Es sollte auf nicht unbedingt notwendige Besuche verzichtet werden. Auf Heimfahrten sollte, wenn das Kindeswohl dadurch nicht gefährdet wird, verzichtet werden.

Verdachtsfall

Wenn unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere auftreten und in den letzten 14 Tagen vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten bestand oder man sich bei oben genannten Symptomen in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, sollte telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 aufgenommen werden. In diesem Zusammenhang ist auch das staatliche Gesundheitsamt vor Ort zwingend zu informieren.  Das Kind bzw. der Jugendliche bleibt bis zur Klärung z.B. auf dem Zimmer. Für das Betreuungspersonal sind Schutzmaßnahmen sicherzustellen.

Bestätigter Fall

Das staatliche Gesundheitsamt vor Ort beurteilt die Situation und entscheidet, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen. Hierbei sind das örtlich zuständige und ggf. das fallzuständige Jugendamt sowie die zuständige Regierung eng einzubinden.

Betriebserlaubnis

Bei Personalausfällen und zusätzlichen Betreuungsbedarfen ist in enger Abstimmung von Einrichtungsleitung, Jugendamt und der Genehmigungsbehörde nach § 45 SGB VIII und sonstigen Beteiligten eine Grundversorgung im Sinne eines Notbetriebs sicherzustellen. Es kann auch von Vorgaben der Betriebserlaubnis vorübergehend abgewichen werden.

Unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)

Für unbegleitete minderjährige Ausländer gilt, dass jeweils mit dem staatlichen Gesundheitsamt vor Ort zu klären ist, wie im Rahmen der vorläufigen Inobhutnahme sichergestellt werden kann, dass eine Testung umgehend erfolgt und wie die neu ankommenden UMA bis zum Vorliegen der Ergebnisse sinnvollerweise unterzubringen und zu betreuen sind.

Die vollständigen aktualisierten Handlungsempfehlungen des Bayerischen Sozialministeriums können Sie untenstehend als PDF herunterladen.

Quelle: Bayerisches Sozialministerium

Fachbereich Frauen / Familie, Fachbereich Kinder und Jugend / Bildung, Fachbereich Menschen mit Behinderung, Fachbereich Migration, Familie, Gesundheit, Kinder und Jugend, Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, Migration und Flucht

Verantwortlich:
Dr. Melanie Mönnich, Referentin Kinder | Jugend | Bildung

Fachbereiche

Sozialpolitische Arbeit und fachliche Beratung seiner Mitglieder hat der Paritätische in Fachbereichen organisiert.

In der Region

Bitte wählen Sie Ihren Regierungsbezirk.

Mitglied werden

Der Paritätische ist ein starker Partner für die Soziale Arbeit in Bayern: 800 Organisationen sind Mitglied im Verband.