Fachinformation
11.09.2019 Fachbereich Kinder und Jugend / Bildung, Fachbereich Menschen mit Behinderung, Region Mittelfranken, Inklusion, Kinder und Jugend, Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen

Kinder und Jugendliche mit Behinderung - Lösungssuche auf dem Weg zur Inklusion

Auch in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet der Paritätische an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Die größten Probleme liegen dabei in der Gestaltung der Schnittstellen zwischen der Eingliederungshilfe, der Schule und der Kinder- und Jugendhilfe.

Einige Kinder benötigen z. B. eine heilpädagogische Unterstützung, damit ihre geringe Impulssteuerung ihren sozialen Kontakten nicht im Weg steht. Vor der Einschulung bekommen diese Kinder die Hilfe im Rahmen der Eingliederungshilfe. Nach dem Schuleintritt und dem Übergang der Zuständigkeit auf das Jugendamt gibt es diese Hilfe in einigen Fällen nicht mehr. Die Eingliederungshilfe arbeitet mit dem individuellen Bedarf, die Kinder- und Jugendhilfe verfolgt einen systemischen Ansatz mit anderen Hilfearten. Um dem Bedarf des Kindes dennoch gerecht zu werden, gilt es, unterschiedliche Sichtweisen auszutauschen, rechtliche Rahmenbedingungen auszuloten und wohlgesonnene Partner auf beiden Seiten zu finden.

Ein Phänomen, das neu auftaucht, ist die steigende Zahl der sogenannten Systemsprenger und der jungen Menschen, die eine ungeklärte psychische Beeinträchtigung haben. Bei diesen Kindern und Jugendlichen muss hinterfragt werden, worin die Ursachen dieser Andersartigkeiten liegen. Reichen die bestehenden Konzepte und Strukturen aus? Benötigen diese Kinder und Jugendlichen vielleicht ganz andere Angebote, um eine gelingende Beziehung zu gestalten? Wie können junge Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam leben und lernen?

Die Aktionen des Paritätischen mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Inklusion brauchen gut fortgebildete pädagogische Fachkräfte, das Vertrauen der Eltern und immer beweglichere Verwaltungen. Im Jahr 2019 liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten des Paritätischen auf den drei Schnittstellen zwischen der Behindertenhilfe, der Schule und der Kinder- und Jugendhilfe. Dafür bearbeiten wir folgende Themen:

Beratungsleistungen für Fachkräfte

  • Umgang mit auffälligen Kindern
  • Ansprechen von Auffälligkeiten gegenüber den Eltern

Einbindung der Eltern

  • Schulung von Leitungen in Kindertagesstätten im Umgang mit Eltern

Problematiken an Schnittstellen

  • Gute Begleitung durch kompetente Fachkräfte beim Schuleintritt, beim Übergang von Kindertageseinrichtung zu Schule und Jugendhilfe
  • Koordination von Erziehungshilfe und Eingliederungshilfe in einer Familie mit einem Kind mit Behinderung
  • Qualifizierte Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Mehrfachdiagnosen oder ungeklärten Diagnosen

Bei diesen Tätigkeiten unterstützt uns die GlücksSpirale, indem sie uns Arbeitsstunden für diese Tätigkeit finanziert. Die Glückspirale ermöglicht uns nicht nur die Bearbeitung dringender Probleme, sondern auch die aktive Gestaltung des Inklusionsprozesses.

Herzlichen Dank Glücksspirale!

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Verantwortlich:
Peter Mack, Fachberatung Kinder- u. Jugendhilfe BV Mittelfranken
Petra Gemeinholzer, BV Mittelfranken, Sachbearbeitung Zuschuss Landesmittel, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung

Fachbereiche

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