Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinder haben Rechte

Bereits 30 Jahre ist die UN-Kinderrechtskonvention alt. Dass Kinder Rechte haben, daran zweifelt heute niemand mehr. Doch die Verankerung von Kinderrechten im deutschen Grundgesetz, das dieses Jahr 70 Jahre alt wird, steht noch aus.

1992 hat Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert und sich damit zur Umsetzung in deutsches Recht verpflichtet. Bisher berücksichtigt das deutsche Grundgesetz die Rechte von Kindern jedoch nicht ausreichend.

Das soll sich ändern. So hat es die Koalition aus CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag mit Unterstützung aller demokratischer Parteien beschlossen: Kinderrechte sollen im Grundgesetz verankert werden.

Doch die Umsetzung steht aus: Bund und Länder arbeiten derzeit an einem Vorschlag. Und um das Grundgesetz schließlich zu ändern, wird eine Zweidrittel-Mehrheit im Bundestag und im Bundesrat benötigt.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Deshalb fordert die Initiative Kinderrechte ins Grundgesetz Politiker*innen auf, die Rechte von Kindern im Grundgesetz zu verankern.


Kinderrechte ins Grundgesetz, damit Kinder ihre Interessen selbst vertreten können. Kinder müssen an Entscheidungen, die ihr Leben beeinflussen, beteiligt werden. Das gilt besonders für Kinder, die in Krisensituationen sind. Deshalb setzt sich der Paritätische in Bayern für die Schaffung von unabhängigen Ombudsstellen ein, die Kinder und ihre Familien bei Konflikten mit dem Jugendamt oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe beraten.

Margit Berndl, Vorstand Verbands- und Sozialpolitik Paritätischer in Bayern


Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie auf den Internetseiten der Initiative Kinderrechte ins Grundgesetz.

Warum Kinderrechte ins Grundgesetz gehören

  1. Kinder stärken: Kinder können ihren Interessen bei Wahlen keine Stimme verleihen. Sie werden auch nicht von einer starken Lobby vertreten. Wenn Kinderrechte im Grundgesetz verankert sind, können sie besser eingefordert und rechtlich eingeklagt werden.
  2. Eltern stärken: Kinderrechte im Grundgesetz stärken auch Eltern. Sie können für ihre Kinder Rechte einfordern und werden in ihrer Fürsorgepflicht und Verantwortung gegenüber dem Kind gestärkt.
  3. Demokratie lernen: Kinder wissen, was sie wollen! Und sie haben ein Recht, an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen. So lernen sie früh Demokratie.
  4. Rechtsprechung und Verwaltung: Im deutschen Grundgesetz sind Kinder momentan "Regelungsgegenstand". Dass sie eigene Rechte haben, muss derzeit kompliziert hergeleitet werden. Mit den Kinderrechten im Grundgesetz wären Kinder anerkannte Träger eigener Rechte.
  5. Kinderfreundliche Gesellschaft: Kinder sind Mitglieder unserer Gesellschaft. Ihre Rechte müssen deshalb in der Verfassung unserer Gesellschaft - dem deutschen Grundgesetz - niedergeschrieben sein.
Logo der Initiative Kinderrechte ins Grundgesetz

Kontakt

Die Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“ hat sich im Herbst 2018 gegründet und besteht aus über 50 Organisationen. Auch der Paritätische Gesamtverband unterstützt die Initiative.

Zur Initiative Kinderrechte ins Grundgesetz

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