Festakt für Ehrenamtliche
28.11.2017 Themen Bürgerschaftliches Engagement

Festakt für Ehrenamtliche

Mirjam Dettling wurde für ihr Bürgerschaftliches Engagement bei den KochKulturen im Dialog, einem Projekt der FreiwilligenAgentur Regensburg des Paritätischen, von Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger am 21. November 2017 im Bayerischen Sozialministerium in München mit dem „Ehrenamtsnachweis Bayern“ ausgezeichnet.

Engagement für Paritätische KochKulturen in Regensburg

Seit 2014 engagiert sich Mirjam Dettling in der Projektkoordination und Durchführung der KochKulturen im Dialog in Regensburg, einem Kooperationsprojekt zwischen dem AK Asyl von amnesty international, der FreiwilligenAgentur des Paritätischen und des Mehrgenerationenhauses der Stadt. Mirjam Dettling organisiert die Veranstaltungen einmal im Monat, führt Extra-Ausflüge durch und entwickelt das Projekt konzeptionell weiter. Dies alles neben der Übernahme von eigenen Patenschaften und Beratungsleistungen bei amnesty – und dies alles parallel zum leidenschaftlichen Studium. Mirjam Dettling gewinnt aus ihrem Umfeld auch engagierte junge Menschen, die sich einbringen. Das hat Vorbildcharakter!

Ganz besonders wichtig ist ihr trotz knapp bemessener Zeit, dass es einfach dazugehört, sich sinnvoll gesellschaftlich einzubringen. Die Kontinuität in ihrem Engagement trotz der Anforderung ihres Studiums ist nicht selbstverständlich.

FreiwilligenAgentur Regensburg

Begleitet wurde Mirjam Dettling beim Festakt von Ursel Bablok, der Leiterin der FreiwilligenAgentur Regensburg und der Ideengeberin von KochKulturen im Dialog. Ursel Bablok wird 2018 die Leitung der FreiwilligenAgentur übergeben. Sie wird nach 20 Jahren Arbeit und Engagement für die örtliche FreiwilligenAgentur und das Bürgerschaftliche Engagement in Bayern eine große Aufgabe, aber auch ein „bestelltes Feld“ hinterlassen. Ursel Bablok hat den Verein lagfa bayern e.V. (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen in Bayern) mitgegründet und war dort neben ihrem beruflichen Wirken in Regensburg seit Beginn im Vorstand aktiv.

Festakt für ehrenamtlich Engagierte

Beim diesjährigen Festakt zeichnete Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger 18 ehrenamtlich Engagierte aus, die sich in unterschiedlichen Bereichen von der Jugendarbeit, über die Hilfe für Asylbewerber bis hin zum Sport – für ihre Mitmenschen einsetzen. Hintersberger zeigte sich erfreut: „In Bayern ist fast jeder zweite Bürger über 14 Jahre freiwillig engagiert. Alle, die ihre Zeit und ihr Herzblut für ihre Mitmenschen einsetzen, tragen zu einer lebendigen Kultur des Ehrenamtes bei. Freiwilliges Engagement kennt keine sozialen oder gesellschaftlichen Schranken: Junge helfen Älteren und umgekehrt. Aus Fremden werden durch das Ehrenamt Freunde. Ehrenamtlich Engagierte machen Bayern zu dem, was es ist: eine lebens- und liebenswerte Heimat. Der Ehrenamtsnachweis Bayern ist eine verdiente Anerkennung des ehrenamtlichen Einsatzes.“

Prof. Dr. Thomas Beyer, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, würdigte die Engagementbereitschaft in Bayern: „Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wie viele Menschen sich ehrenamtlich einbringen, allein in Bayern sind es rund 5 Millionen Menschen. Dabei handelt es sich in ganz vielen Fällen um ein langfristiges, kontinuierliches Engagement. Das gibt den Menschen, die Hilfe annehmen, Sicherheit und Vertrauen in die Gesellschaft.“

Anerkennung durch Ehrenamtsnachweis

Seit der ersten Ausgabe am 30. November 2009 haben nun schon über 9.000 Freiwillige den Ehrenamtsnachweis Bayern erhalten. Er wurde von den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege Bayern auf Initiative des Katholischen Frauenbunds in Bayern mit Unterstützung des Bayerischen Sozialministeriums geschaffen.

Der Ehrenamtsnachweis ist einerseits öffentliche Anerkennung für jahrzehntelanges Bürgerschaftliches Engagement und bringt darüber hinaus auch jungen Menschen oder Wiedereinsteiger/-innen berufliche Vorteile. Denn der auch von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft anerkannten Urkunde liegt ein Nachweis über die genaue Tätigkeit im jeweiligen Engagement bei. Daraus kann jeder künftige Arbeitgeber erkennen, welche Fähigkeiten und Talente jemand bereits über Jahre im Engagement eingebracht und erworben hat. Erhalten kann den Nachweis jede/r Ehrenamtliche, der/die sich jährlich mindestens 80 Stunden ehrenamtlich einbringt oder in einem zeitlich begrenzten Projekt in diesem Umfang tätig war oder ist. Den Ehrenamtsnachweis ausstellen kann die Organisation, bei der die ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt wird.

Der Paritätische in Bayern ist seit Beginn einer der berechtigten ausstellenden Verbände.

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