Preis für Inklusion 2020

ComIn von Handicap International mit Preis für Inklusion 2020 ausgezeichnet

Was in festlichem Rahmen geplant war, haben wir kurzerhand ins Netz verlegt: die Ehrung der Gewinner des "Preis für Inklusion 2020", ausgeschrieben von der Luise-Kiesselbach-Stiftung. Gesucht waren innovative Projekte, die die Teilhabe am Arbeitsleben fördern. Seit 2013 wird der Preis dieses Jahr zum vierten Mal vergeben. Dieses Jahr geht er an unsere Mitgliedsorganisation Handicap International.

Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung sind mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt. „Besonders schwer haben es Asylbewerber*innen mit Behinderung“, erzählt Ricarda Wank, Leiterin von ComIn - Hilfe für Geflüchtete und Migrant*innen mit Behinderung in München, „denn die reguläre Kostenübernahme von behinderungsspezifischen Unterstützungsleistungen ist erst mit einer Aufenthaltserlaubnis möglich.“ ComIn hilft mit Rollstühlen, Blindenstöcken, Mobilitätstrainings, Computer- und Deutschkursen, mit Brailleschrift oder Excelkursen.

„Der Preis ist eine große Anerkennung für die geleistete Arbeit seit über 17 Jahren für Migrant*innen bei ComIn!", sagt Ricarda Wank. "Inklusion beginnt in den Köpfen, dort ist sie aber oft noch nicht wirklich angekommen. Oft gibt es nach wie vor zu viele Tabus und Schweigen. Inklusion bedeutet aber auch Partizipation: ‚Nichts über uns ohne uns‘, ein Motto der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung.“

„Diese Arbeit ist allemal den Inklusionspreis 2020 der Luise-Kiesselbach-Stiftung wert!“, betont Michael Fitz in seiner online-Laudatio. Der Schauspieler und Musiker ist seit 2013 Schirmherr des Preises für Inklusion. „Behinderte und chronisch kranke Menschen müssen die Möglichkeit haben, ganz normal am Arbeitsmarkt teilzuhaben und sich verwirklichen zu können“, sagt Michael Fitz weiter.

Preis für Inklusion: Laudatio Michael Fitz