Martinez ist seit 2005 ehrenamtlicher erster Vorstand Vereins mit Sitz in Kempten, der Teilhabe von Menschen mit psychischer und/oder Suchterkrankung ermöglicht. Er hat die Arbeit des Vereins konzeptionell weiterentwickelt – nicht nur als finaler Entscheider, sondern als Lenker, Krisenmanager und Impulsgeber. Er hat sozialpsychiatrische Ideen, Konzepte und Entwicklungsrichtungen wesentlich mit angestoßen und begleitet.
Beim diesjährigen Festakt zeichnete Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf siebzehn ehrenamtlich Engagierte aus, die sich in unterschiedlichen Bereichen – von der Jugendarbeit, den Einsatz für Menschen in besonderen Lebenssituationen bis hin zu Sport, Musik und Katastrophenschutz – für ihre Mitmenschen einsetzen.
Ehrenamtsministerin Ulrike Scharf betonte: „Ehrenamtliche sind der Kitt unserer Gemeinschaft. Sie hören zu. Sie packen an, wenn Hilfe gebraucht wird, zum Beispiel im Sportverein, beim Rettungsdienst oder in der Nachbarschaftshilfe. Radikale wollen unser Land mit Hass und Hetze verdunkeln - Ehrenamtliche bringen es wieder zum Leuchten. Sie machen unsere Heimat jeden Tag ein wenig heller, wärmer und menschlicher. Ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihren unermüdlichen und unverzichtbaren Einsatz. Das Ehrenamtsland Bayern ist gemeinsam stark.“
Sven Göpel, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, betonte: „Der Ehrenamtsnachweis macht gesellschaftliches Engagement sichtbar – nicht nur durch ein persönliches Dankeschön oder eine Dankesfeier, sondern schwarz auf weiß und nachweisbar. Die zentrale Idee ist dabei so einfach wie nützlich: Wer seine wertvolle Zeit für andere einsetzt, soll belegen können, was genau getan wurde und welche Kompetenzen dabei zum Einsatz kamen oder neu erworben wurden. Damit lehrt Ehrenamt fürs Leben und stärkt berufliche Kompetenz. Der Ehrenamtsnachweis kann damit dazu beitragen, gerade junge Menschen für gesellschaftliches Engagement zu motivieren.“
Stimmungsvoll umrahmt wurde der diesjährige Festakt von vier Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Starnberg am Klavier, mit Violine, Violoncello, Klarinette und Flöte.
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Der Ehrenamtsnachweis Bayern
Seit der ersten Ausgabe am 30. November 2009 haben nun schon mehr als 11.500 Freiwillige den Ehrenamtsnachweis Bayern erhalten. Er wurde von den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege Bayern auf Initiative des Katholischen Frauenbunds in Bayern mit Unterstützung des Bayerischen Sozialministeriums geschaffen. Mittlerweile stellen ihn mehr als 30 Organisationen und Verbände auf bayerischer Landesebene für ehrenamtlich engagierte Menschen in ihren Untergliederungen aus.
Der Ehrenamtsnachweis ist einerseits öffentliche Anerkennung für jahrzehntelanges Bürgerschaftliches Engagement und bringt darüber hinaus auch jungen Menschen oder Wiedereinsteiger/-innen berufliche Vorteile. Denn der auch von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft anerkannten Urkunde liegt ein Nachweis über die genaue Tätigkeit im jeweiligen Engagement bei. Daraus kann jeder künftige Arbeitgeber erkennen, welche Fähigkeiten und Talente jemand bereits über Jahre im Engagement eingebracht und erworben hat. Erhalten kann den Nachweis jede/r Ehrenamtliche, der/die sich jährlich mindestens 80 Stunden ehrenamtlich einbringt oder in einem zeitlich begrenzten Projekt in diesem Umfang tätig war oder ist. Den Ehrenamtsnachweis ausstellen kann die Organisation, bei der die ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt wird.
Mehr Infos: www.ehrenamtsnachweis.de
Über den Paritätischen Wohlfahrtsverband in Bayern:
Der Paritätische in Bayern ist einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Dem Landesverband haben sich rund 800 Mitgliedsorganisationen angeschlossen, die in allen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig sind. Der Paritätische ist zudem selbst Träger sozialer Einrichtungen. Er ist parteipolitisch unabhängig und an keine Weltanschauung gebunden.