Der Neubau führt die Geschichte des ehemaligen Städtischen Altenpflegeheims fort, das in Fürth auch als „Stiftungsaltenheim“ bekannt war. Der Altbau mit 80 Plätzen wurde 2024 abgerissen. Fürths Sozialreferent Dr. Benedikt Döhla würdigte die „zukunftsweisende, hochwertige Pflege“, die im Seniorenstift geleistet werde. Man habe im Verlauf der Realisierung des komplexen Projekts „auch hart miteinander gerungen“, dennoch basierte dies immer auf einer vertrauensvollen Partnerschaft aller Beteiligten.
„Pflege bedeutet, füreinander da zu sein, Vertrauen wachsen zu lassen, Beziehungen zu hegen“, betonte Harriet von Stülpnagel, Vorständin des Paritätischen in Bayern. Zur Eröffnung brachte sie einen jungen Baum mit: als Symbol für eine Gemeinschaft, die durch Aufmerksamkeit, Zuwendung und gegenseitige Unterstützung wächst. „Das Seniorenstift soll ein Zuhause sein, in dem Bewohner*innen Sicherheit, Selbstbestimmung und Wärme finden.“
Architektur schafft Raum für Alltag und Begegnung
Vier Wohnbereiche, überwiegend Einzelzimmer, ein beschützender Bereich mit eigenem Demenzgarten sowie ein Multifunktionsraum für gemeinsame Mahlzeiten und Veranstaltungen prägen das neue Haus. Eine Wegeführung in Form einer liegenden Acht ermöglicht Bewegung ohne Sackgassen. Bewohnersprecherin Barbara Bächmann hob hervor, „dass beim Bau in erster Linie an das Wohlbefinden der Bewohner gedacht“ worden sei.
Unterstützung auch bei verändertem Pflegebedarf
„Dass sich unser Konzept von PariPflege im Auswahlverfahren durchsetzen konnte, war der erste wichtige Meilenstein – umso stolzer sind wir, dass wir nun den ersten großen Schritt dieses Leuchtturmprojektes für die Region erfolgreich verwirklicht haben: Mit dem Abschluss der Bauarbeiten für den stationären Bereich ist es uns gelungen, die Pflegeplätze von bisher 80 auf moderne 112 Plätze zu erweitern“, erklärte Dieter Pflaum, Geschäftsführer der PariPflege.
Die stationäre Pflege legt den Grundstein für die angestrebte Versorgungskette, die im bewährten Betreibermodell unterschiedliche Versorgungsformen unter einem Dach verbinden soll. Für den zweiten Bauabschnitt laufen die Planungen: Vorgesehen sind eine Tagespflege mit 20 bis 25 Plätzen sowie Betreutes Wohnen mit integriertem ambulantem Dienst. PariPflege will den Standort mit der Stadt und den Bau- und Projektpartnern weiterentwickeln.
Ziel ist eine durchgängige, am individuellen Bedarf orientierte Unterstützung aus einer Hand. Ältere Menschen sollen auch bei verändertem Hilfebedarf im vertrauten Quartier bleiben und möglichst selbstbestimmt leben können. Zugleich soll die geplante Versorgungskette pflegende Angehörige entlasten und ihnen langfristig Sicherheit geben.
Gemeinsam einen neuen Lebensort gestalten
Die Realisierung des Neubaus ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Fürth, der PariPflege und den Projektpartnern: Die König-Ludwig-Stiftung stellte als Grundstückseigentümerin und Verpächterin das Grundstück zur Verfügung; das Bauunternehmen Köster Bau realisierte den Neubau. Dieter Pflaum dankte allen Beteiligten für die fairen Verhandlungen und das vertrauensvolle Miteinander auf Augenhöhe. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit bilde auch die Grundlage für die weitere Planung des zweiten Bauabschnitts.
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Referentin für Marketing der PariPflege:
Nina Bedal | 0911 91967-321 | Einweihungsfeier.Altenhilfe(at)paritaet-bayern.de
Über PariPflege:
Die Gemeinnützige Paritätische Altenhilfe (künftig PariPflege) betreibt Pflegeheime und Senioreneinrichtungen in Bayreuth, Creußen, Nürnberg, Fürth, Manching, Pfaffenhofen, Bad Tölz und im Raum München in Untergiesing, Unterschleißheim und Pullach. Im Mittelpunkt der Pflege steht der Mensch mit seiner Individualität, seinen Bedürfnissen und seiner persönlichen Lebensgeschichte. Im Sinne der paritätischen Grundprinzipien Toleranz, Offenheit und Vielfalt erfahren pflegebedürftige Menschen in den Einrichtungen eine professionelle und liebevolle Pflege, die ihre Einzigartigkeit achtet und ihnen größtmögliche Autonomie und Selbstständigkeit ermöglicht.
Mehr Infos: https://www.paripflege.de/de/
Über den Paritätischen Wohlfahrtsverband in Bayern:
Der Paritätische in Bayern ist einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Dem Landesverband haben sich rund 800 Mitgliedsorganisationen angeschlossen, die in allen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig sind. Der Paritätische ist selbst Träger sozialer Einrichtungen – unter anderem von Pflegeeinrichtungen. Der Paritätische ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig und an keine Weltanschauung gebunden.