Die Selbsthilfegruppen der Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen haben wiederholt den Wunsch geäußert, die Sichtbarkeit der Selbsthilfe in der Region zu verbessern.
Mit Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen in Unterfranken ist es nun gelungen, die eindrucksvolle Wanderausstellung „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ in die Region zu holen.
Die Ausstellung „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ besteht aus insgesamt 36 Rollups, davon 24 Portraits von Selbsthilfeaktiven und 12 Infotafeln zur Selbsthilfe. Entstanden im Jahr 2014 als Gemeinschaftsprojekt der „Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfegruppen Mittelfranken“ mit Studentinnen der Evangelischen Hochschule Nürnberg wurde die Selbsthilfe-Ausstellung zuletzt 2018 und 2025 von Kiss in Eigenregie um weitere Portraits ergänzt. Die Studentinnen, Kiss, die Hochschule, Fotograf*innen und Grafiker*innen sowie die Menschen aus den Selbsthilfegruppen haben viele Stunden in die Entstehung dieser besonderen Ausstellung mit ihren einfühlsamen Porträts investiert. Die abgebildeten Personen stehen beispielhaft für viele tausend andere Engagierte und doch ist es ein mutiger Schritt, sich mit seinen persönlichen, nicht selten intimen Themen der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Ausstellung wird durch weitere Informationsmaterialien örtlicher Selbsthilfegruppen ergänzt.
Nach den offiziellen Eröffnungen - 16. Januar 2026/ 11 Uhr im Landratsamt Bad Kissingen und 22. Januar 2026/ 14 Uhr im Landratsamt Bad Neustadt a. d. S. - ist jeweils ein Teil der Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich. Ende der Ausstellung ist der 28. Februar 2026.
Ergänzend zur Ausstellung gibt es am Mittwoch, 05. Februar 2026, um 17 Uhr den Vortrag „Gestalten statt erleiden – Krankheit und Krisen als Fenster zu neuen Sichtweisen“.
Der Vortrag ist ein gemeinsames Angebot der GutenPflege Landkreis mit dem Amt für Senioren und Menschen mit Behinderung am Landratsamt Rhön-Grabfeld.
Veranstaltungsort ist das Bürgerzentrum Günter-Burger-Halle, Karlsbergstraße 2a in Strahlungen.
Der Vortrag lädt dazu ein, neue Perspektiven im Umgang mit belastenden Lebensphasen zu entdecken und eigene Handlungsspielräume zu erkennen.
Sowohl die Ausstellung als auch der Vortrag sind kostenfrei.
